Architektur

Ausgewählte Beispiele urbaner und sakraler Baukunst an der Algarve aus vergangenen Jahrhunderten

Wie in Lissabon hat das schreckliche Erdbeben von 1755 die meisten Gebäude in der Algarve zerstört oder zumindest so schwer beschädigt, sodass es kaum architektonische Zeugnisse aus der Zeit vor dieser Katastrophe gibt. Dennoch haben wir auf unseren Streifzügen durch die Ortschaften an der Algarve einige bauliche Schönheiten entdeckt, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten.


Sakrale Bauwerke

Einige der schönsten Kathedralen, Kirchen und Klöster der Algarve

Zu den wenigen Bauwerken, die das Erdbeben von 1755 nahezu unbeschädigt überstanden haben, zählt die kleine Kapelle Nossa Senhora de Guadalupe bei Raposeira. Sie gilt als eines der ältesten Beispiele gotischer Architektur an der Algarve. Von den meisten anderen sakralen Bauwerken aus jener Zeit sind lediglich einzelne Teile, wie die Glockentürme oder Eingangsportale erhalten geblieben.

 Unsere Galerie zeigt einige der schönsten Kathedrale, Kirchen und Klöster an der ganzen Algarve.


Manuelinik

Die Manuelinik ist eine nur in Portugal vorkommende Stilrichtung der Spätrgotik

Manuelinik ist ein prunkvoller Architekturstil, der nur im Portugal des frühen 16. Jahrhunderts auftrat. Benannt ist die Manuelinik nach König Manuel I, der während einer Phase hohen Wohlstandes an der Macht war (1495 bis 1521). Sie kann als eine Sonderform der Spätgotik angesehen werden, die um spanische, italienische, flämische Stilelemente, sowie um maritime Ornamente wie Schiffstaue erweitert wurde. Inspiriert wurde sie durch die Reisen der Seefahrer Vasco da Gama und Pedro Álvares Cabral, deren Entdeckungen und Eroberungen Portugal seinerzeit einen besonderen Reichtum bescherten.

Trotz der Zerstörungen durch das Erdbeben in 1755 sind Stilelemente der Manuelinik an zahlreichen Bauwerken der Algarve zu entdecken.


Stadthäuser

Stadthäuser aus den letzten Jahrhunderten

Manche Innenstädte, insbesondere in Faro, Lagos, Loulé, Olhão, Portimão, Silves und Tavira haben eine sehenswerte Bausubstanz aus den letzten Jahrhunderten bewahrt.

 Einige der schönsten dieser Stadthäuser haben wir bei unseren Streifzügen entdeckt und für Sie eingefangen.


Vila Real de Santo António

Eine architektonische Besonderheit ist die Innenstadt von Vila Real de Santo António

Vorläufer der heutigen Stadt an der Mündung des Rio Guadiana war ein kleiner Fischerort namens Santo Antonio de Avenilha, der durch das Erd- und Seebeben von 1755 völlig zerstört wurde. Zur Demonstration der Stärke gegenüber dem benachbarten, aber verfeindeten Spanien entschloss sich der Premierminister Pombal, eine neue Stadt aufzubauen und dabei auf Techniken zurückzugreifen, die sich bereits beim Wiederaufbau des ebenfalls zerstörten Lissabon bewährt hatten. So entstand in der Rekordzeit von nur 5 Monaten eine am Reißbrett geplante Stadt mit Schachbrett-artigem Grundriss. Im Zentrum der Kleinstadt liegt der nach dem Minister genannte Platz Praça do Marquês de Pombal. Die ihn umgebenden Häuser sind alle in einer einheitlichen Bauweise erstellt worden.


Açoteias

Eine Bauweise, die auf die Zeit der Mauren zurück geht

Als “Açoteia” wird eine Terrasse bezeichnet, die anstelle eines Daches das Gebäude bedeckt. Diese Bauweise ist vor allem in der Algarve zu finden, wobei die Verwendung vom Sammeln des Regenwassers über das Trocknen von Früchten oder Wäsche bis zur Freizeitgestaltung reicht. Besonders in Olhão gibt es viele derartige Häuser, deren Bauweise auf die Araber zurück geht.


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